Expressfracht Transportunternehmen

Es war ein langer und sehr komplizierter Weg, aber am 26. März des Jahres 1995 wurde es erstmals Realität. Es geht um das Schengen-Abkommen, indem sich europäische Staaten gegenseitig den freien Personen- und Warenverkehr zusichern, ohne Grenz- und Passkontrollen. Heute sind diesem Abkommen 26 Staaten Europas angeschlossen, vier davon ohne EU-Mitglied zu sein. Das bedeutet für über 400 Millionen Menschen völlige Reisefreiheit. Es bedeutet aber auch, das Unternehmen ihre Güter aus und für den Schengen-Raum einfacher und schneller versenden und empfangen können.

 

Für diesen Export sowie Import innerhalb der EU-Länder zeichnen in der Umsetzung hauptsächlich Speditionen, Frachtunternehmen und Logistikdienstleister verantwortlich. Sie sorgen dafür dass die jeweiligen Güter mit den zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln Termingerecht dort ankommen, wo sie erwartet werden. Das europäische Verkehrswegenetz besitzt hierzu die weltweit beste Infrastruktur. Waren jeglicher Art werden über Binnengewässer, die Schiene, per Flugzeug und vor allem mit dem Lkw auf den Straßen und Autobahnen der EU befördert.

 

Expressfracht, der Sonderfall

 

Im Jahr 2015 betrug das Binnenhandelsvolumen der EU, also der Handel der EU-Länder untereinander, über 4,6 Billionen Euro. Fast zwei Drittel der dabei transportierten Waren und Güter wurden über die Straße befördert. Die dafür zurückgelegten Kilometer bewegen sich im dreistelligen Milliardenbereich. Natürlich macht hiervon der Kuriertransport eiliger Ware nur einen Bruchteil aus, dafür ist seine Bedeutung keineswegs zu unterschätzen. Hinter dem Wort Expressfracht stehen oft komplexe Vorgänge und vor allem sind die Kosten, die entstehen, wenn eine Ware nicht rechtzeitig ankommt, meist sehr viel höher als der Preis für einen Kurierboten.

 

Für die Dienstleistung eines Frachttransportes als Expressgut stellt das jeweilige Unternehmen sowohl ein umfangreiches Equipment wie auch weitreichendes Know-how zur Verfügung. Die Fahrzeuge müssen den Spezifikationen der Transportgüter entsprechen, ob dies nun Kühl- und Gefriergut oder etwa Gefahrgut ist. Frachtführer müssen entsprechend qualifiziert sein, etwa durch einen ADR-Lehrgang. Die Disponenten der Expressfrachtfirma müssen flexibel auf unterschiedlichste Anforderungen reagieren. Dazu gehört das Erstellen der Frachtpapiere, die Routenplanung, eventuell die Besorgung einer Rückfracht und die Kommunikation mit dem Kunden. Das alles möglichst schnell, sofort und ohne Vorankündigung. Das ist Expressfracht.

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